Ignatius Weg

Aufgrund einer Initiative des Jesuitenordens, einer kleinen Gruppe von Laien und Jesuiten, hatten wir die Idee, den Weg des Ritters Ignacio de Loyola zu neuem Leben zu erwecken. Unser Ziel ist es, Frauen und Männern des 21. Jahrhunderts eine Pilgererfahrung zu vermitteln und diesem aussergewöhnlichen Mann in seinem spirituellen Prozess zu folgen.

Die Pilger sind auf der Suche nach Schätzen. So wie die Goldsucher. Sie machen sich auf, gedrängt vom Bedürfnis etwas zu finden. Sie geben sich nicht damit ab, am Ziel anzukommen. Was sie suchen ist nichts Materielles, sondern  Vergebung oder  Versöhnung, eine neue Orientierung oder Richtung für ihr Leben, eine Bestätigung für eine getroffene Entscheidung, Abstand schaffen zu jemand oder etwas, die eigene Idendität zu entdecken oder zu formen, neue Ziele festzulegen ... Der Pilger, Frau oder Mann, fühlt sich unzufrieden und spürt,  dass er/sie auf die ein oder andere Weise eine Lösung für seine Unzufriedenheit finden wird ... indem er/sie sich auf den Weg begibt. Der heutige Pilger flieht normalerweise vor der “Illusion des Konsums”, einer permanenten Suche nach Vergnügen, Genuss, dem Anhäufen ohne jegliche Reflexion und ohne die Konsequenzen zu begreifen.

Unter dem Namen “Ignatius-Weg” bekannt, beschreiben wir hier die Route vom Geburtshaus Ignatius (einem Gutshaus in Azpeitia, im Baskenland) bis zur “Ignatius-Höhle in Manresa (in der Nähe des Klosters Montserrat in Katalonien). Nach seiner spirituellen Bekehrung in Loyola, spürte Ignatius den brennenden Wunsch Jesus Christus zu folgen, so wie es vor ihm schon viele andere gemacht hatten und er verlieβ sein bisheriges Leben als Sohn einer Adelsfamilie.

Ignatius entschied sich für ein Leben gegen den Strom und machte sich auf den Weg nach Jerusalem. Er folgte dem Königsweg, der ihn nach Barcelona brachte. Von dort aus wollte er auf dem Schiff  bis ins Heilige Land weiterreisen.